Safer Sex 3.0 = PrEP, TasP, Kondom

Safer Sex 3.0:
Neben dem Kondom gibt es heute weitere gleichwertige Safer Sex-Methoden zum Schutz vor HIV, nämlich Schutz durch Therapie TasP und die PrEP. Wähle den Schutz, der gerade am besten zu dir und deiner Situation passt.

Hier die drei Schutzmöglichkeiten …

 

 

Informationen erhaltet ihr über
Lutz Ohrtmann 0431 57 0 58 13 oder
Uli Manthey  0431 57 0 58 17 vorab telefonisch.

 

 

 

 

 

 

Wir beraten wieder persönlich nach Terminvereinbarung!

Über uns erfahrt ihr, wie es möglich ist, eine „Kassen-PrEP“ zu erhalten.
aktuelle PrEP Versorgung in Kiel und SH

Wie funktioniert die PrEP?
Wenn du HIV-negativ bist, kannst du vorsorglich ein bestimmtes HIV-Medikamente einnehmen. So schützt du dich bei präziser Einnahme zuverlässig vor einer Ansteckung mit HIV.

Allerdings ist die PrEP an bestimmte Regeln* geknüpft:
Zum Bezug des täglichen PrEP-Medikaments sind vierteljährliche HIV-/STI**-Checks und eine regelmäßige Kontrolle der Nieren vorgeschrieben. Nur wenn diese Untersuchungen kontinuierlich in einem sogenannten PrEP-Check-Heft dokumentiert sind, gibt es das Rezept für die PrEP-Pille zur täglichen Einnahme.

Außerdem dürfen nur geschulte und zugelassene Ärzt*innen die PrEP durchführen und das Rezept ausstellen. Bevor es losgehen kann, findet vor der der ärztlichen Konsultation ein umfassendes Informations-/Beratungsgespräch zu allen wesentlichen Aspekten einer HIV-PrEP in der Aidshilfe statt, welches ebenfalls im PrEP-Heft dokumentiert werden muss.

Ein PrEP-Angebot mit
– Erstinformations-Gespräch* ergebnisoffen = Peer-to-Peer, Safer Sex 3.0!
ärztliche Beratung**
– HIV/STI-Check ..**
– Nierenwerte-Check ..**
– Rezeptausstellung**
*) in der Aidshilfe
**) in einem Medizinischen Versorgungs Zentrum (MVZ) und einer Arztpraxis  in Kiel.

Allgemeine Informationen zur HIV-Präexpositionsprophylaxe IWWIT = ich weiss was ich tu

*) gem. Zulassungsrichtlinien der HIV-Präexpositionsprophylaxe in der Aidshilfe
**) HIV, Hepatitis, Syphilis, Gonokokken, Chlamydien

 

HIV-Medikamente unterdrücken die Vermehrung von HIV im Körper. HIV kann dann beim Sex nicht mehr übertragen werden. Eine HIV-Therapie ermöglicht ein gutes und langes Leben. Wenn du HIV-positiv bist und regelmäßig deine HIV-Medikamente einnimmst, schützt deine Therapie darüber hinaus zuverlässig deine Sexpartner vor einer Infektion.

 

Das Kondom schützt dich vor einer HIV-Übertragung. Es ist wohl die bekannteste Safer-Sex-Methode. Das Kondom senkt außerdem auch das Risiko, sich mit einigen anderen Geschlechtskrankheiten (STI) anzustecken.

 

 

 

Kostenfreie Corona-Tests für Rückkehrer in S-H

Kostenfreie Corona-Tests für Reiserückkehrende aus dem Ausland nach Schleswig-Holstein
Wo?
-Kiel: Hafen, Am Schwedenkai
-Lübeck-Travemünde: Hafenhaus/ Fährhafen
-Neumünster: Busbahnhof (ZOB)
-Puttgarden: Am Fähranleger,Einreiseseite
-Rastplatz Ellund-WestA7, Einreiseseite aus Däne-mark.

Bitte achten Sie auf die Beschilderung vor Ort!

Öffnungszeiten:
in der Regel 8 –18 Uhr.
Info:
zu den gültigen Risikogebieten und den Regeln unter: www.schleswig-holstein.de/coronavirus-einreise
Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein:
0431 / 797 000 01

Stand: 31.07.2020

Besuch uns mit Termin!

Liebe Besucher*innen,

auch die Aidshilfe in Kiel muss auf Grund der Sars COV-2/Corona-Pandemie ihr Angebot anpassen.

Wir werden ab sofort wieder für den Publikumsverkehr jedoch  N U R  nach Terminabsprache und unter Einhaltung der Abstands- und Maskenpflicht öffnen!

Weiterhin sind wir jeweils montags bis donnerstags von 10 bis 13 Uhr
telefonisch unter 04 31 57 0 58 0
oder elektronisch (Internet und Mail) erreichbar.

Bitte keine spontanen Besuche, da wir sowohl uns, als auch Euch schützen wollen.
Es besteht Händedesinfektions- und  Maskenpflicht.

Bitte bleibt alle schön gesund.

Euer Team der Aidshilfe Kiel, 18.05.2020

Weitere Informationen der Landeshauptstadt Kiel zum Thema Corona

 

HIV-positiv und im Gesundheitswesen tätig

HIV-positiv und im Gesundheitswesen tätig –
wie umgehen mit Fragen Arbeitgebender

Ein Interview mit  Rechtsanwalt Jacob Hösl

Menschen mit HIV, die im Gesundheitswesen tätig sind, können mit der Offenlegung ihres HIV-Status konfrontiert werden: Sei es, dass HIV-Tests im Bewerbungsverfahren oder bei betriebsärztlichen Untersuchungen „angeboten“ werden, dass sie Gesundheitszeugnisse vorlegen müssen, die die „Freiheit von ansteckenden Erkrankungen“ attestieren oder Zusatzvereinbarungen zum Arbeitsvertrag unterschreiben sollen, die sie verpflichten, Infektionserkrankungen ihren Vorgesetzten und den Arbeitgeber*innen mitzuteilen. Im Folgenden werden einige Fragen aus der aktuellen Beratungspraxis dargestellt und durch Rechtsanwalt Jacob Hösl beantwortet und juristisch bewertet.

Lieber Jacob, HIV-Tests in Einstellungsuntersuchungen oder die Frage nach der HIV-Infektion an Pflegekräfte und oder Ärzt*innen – was ist juristisch überhaupt zulässig?

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Aids und HIV besiegen! Mehr wissen, mehr darüber reden! Aktuelle Zahlen >>

Aus Angst vor Ablehnung trauen sich viele Menschen nicht zum HIV-Test und erkranken schließlich an Aids. Die Ursache für Ablehnung ist oft Unwissenheit. Wir müssen alle darüber reden, um damit Diskriminierung entgegenzuwirken. Wer sich informiert, der weiß Bescheid und hilft mit, Stigmatisierung abzubauen. Jeder HIV-Test ist ein Gewinn: Ist das Ergebnis negativ, ist der Mensch gesund. Ist das Ergebnis positiv, gibt es eine Pille pro Tag und der Mensch bleibt gesund. Je früher eine HIV-Infektion entdeckt wird, desto einfacher ist die Behandlung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer mehr frühe HIV-Diagnosen verhindern Aids

aktuelle Zahlen zu HIV und Aids – Wechsel zur Seite der DAH

 

 

„Kein Aids für alle“

0/90/90/90  …
Am 9.11.2017 wurde vom Landesverband der Landesverband der Aidshilfen „Kompetenznetz AIDS in Schleswig-Holstein“ auf einer Pressekonferenz die Kampagne „Kein Aids für alle bis 2020“ in Schleswig-Holstein gestartet.

Der Laie mag sich nun fragen, was das bedeutet:

In Deutschland und somit auch in Schleswig-Holstein gibt es die strukturellen Möglichkeiten frühzeitig eine eigene HIV-Infektion zu entdecken und sich auch behandeln zu lassen. Durch die hochwirksamen HIV-Medikamente ist es möglich das HI-Virus an der Vermehrung und somit an der Schädigung der Organe zu hindern. Die Unterdrückung des Virus ist so erfolgreich, dass es mit den derzeitigen Messmethoden im Blut nicht mehr nachgewiesen werden kann („Viruslast unter der Nachweisgrenze“).

Jetzt wird es einfach:
Was nicht da ist, kann auch nichts tun! Ist die Viruslast länger als ein halbes Jahr unter der Nachweisgrenze, ist der betroffene Mensch nicht mehr infektiös, d.h. er kann andere nicht mehr anstecken.  Durch die Behandlung kann das Virus im Organismus auch keinen Schaden anrichten, die HIV-Infektion kann sich somit nicht zu einer Aids-Erkrankung weiterentwickeln.

Allerdings leben in Deutschland derzeit noch ca. 13- 14.000 Menschen, die von ihrer Infektion nichts wissen und somit nicht behandelt werden. Diese Personen können damit potentiell  ihre Infektion weiter geben. Die Kampagne möchte deshalb in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit schaffen:
Die Menschen, die in der Vergangenheit Risiken eingegangen sind (ungeschützter Sex mit ungetesteten Personen), sollten sich für einen HIV-Test entscheiden. Hierzu können anonyme Testangebote von Gesundheitsämtern und Aidshilfen niedrigschwellig genutz werden.

Die Formel lautet 0/90/90/90 – bis zum Jahr 2020

0 = keine Diskriminierung
Um die Testbereitschaft und die Selbstverständlichkeit der eigenen Gesundheitserhaltung zu fördern, ist es wichtig, dass Menschen mit HIV nicht mehr  diskriminiert werden. Nur wenn eine HIV-Infektion kein Stigma mehr bedeutet und HIV-Tests selbstverständlich zur Gesundheitsvorsorge gehören, wird man sich diesem Ziel nähern können.

90 = 90% aller Menschen, die mit HIV leben, sind diagnostiziert
Um die Zahl derer zu mindern, die unwissend mit HIV leben, ist es zwingend notwendig, dass behandelnde Ärzte ihre Patient*innen auf eingegangene sexuelle Risiken ansprechen und ihnen zu einem HIV-Test raten. Dies geschieht jedoch viel zu selten. Insbesondere wenn es sich um Menschen jenseits der 45 Jahre oder um heterosexuell lebende Männer handelt. So wird oft erst im Aids-Stadium mit schweren Krankheitsbildern HIV diagnostiziert. (sogenannte „Late-Presenter“).

Schwule Männer  wissen oft mehr über HIV-Übertragungs-Rrisiken und Schutzmöglichkeiten, viele lassen sich auch regelmäßig testen. Dennoch gibt es auch hier etliche, die das Thema für sich verdrängen und keinen Test machen.

90 = 90% der Menschen, die mit HIV leben, sollten in antiviraler Behandlung sein
Heute ist es Standard, eine HIV-Infektion möglichst früh zu behandeln, so dass das HI-Virus möglichst wenig Schaden anrichten kann. Für Menschen, die krankenversichert sind, ist die Aufnahme einer Therapie kein Problem. Nahezu unmöglich wird eine Therapie aber für Betroffene, wenn sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht krankenversichert sind. Die Therapie-Kosten sind, um sie aus privater Tasche zu zahlen, zu hoch. Um allen Betroffenen eine Therapie zu ermöglichen, sollte aus humanitären und epidemiologischen Gründen hier auf Bundesebene eine Lösung bereitgestellt werden.

90 = 90% der Menschen mit HIV, die eine antivirale Therapie einnehmen, sollen unter der Nachweisgrenze sein und dauerhaft bleiben
Ist die Viruslast bei Menschen mit HIV unter der Nachweisgrenze, so kann die Infektion nicht an andere weitergegeben werden („Schutz durch Therapie“).

Sieben Länder haben die „0-90-90-90“ -Ziele bereits erreicht:
Großbritannien, Schweden, Dänemark, Island, Botswana, Kambodscha und Singapur. Das östliche und südliche Afrika, West- und Zentraleuropa sowie Nord- und Südamerika sind laut UNAIDS auf einem guten Weg dahin.

Schleswig-Holstein und Deutschland müssen den Nachbarländern schnell folgen, damit es auch hier bei uns bis zum Jahr 2020 keine Menschen gibt, die neu an Aids erkranken.

Eindrucksvolle Biographien und Berichte von Betroffenen aus ganz Deutschland finden Sie auf der Kampagnen-Seite
https://kein-aids-fuer-alle.de/

HIV-Selbst-Test – bei uns gibt es Test und Begleitung

Sie fühlen sich unsicher in der Durchführung?

Auf Wunsch begleiten wir Sie dabei und beantworten ihre Fragen nach vorheriger telefonischer Kontaktaufnahme und  Teminvereinbarung, gegebenenfalls auch kurzfristig.

Kontakt: Ute Krackow, Telefon 0431 57058 -12, ute.krackow@aidshilfe-kiel.de